Akne medicamentosa

rash-356432_1920Es ist allgemein bekannt, dass Medikamente Nebenwirkungen haben, die man sehr ernst nehmen sollte. Weniger bekannt ist, dass Medikamente auch Akne auslösen können; die Akne medicamentosa oder Medikamenten-Akne.

Ursachen

Die Haut ist das größte Organ des Menschen, aber auch das Organ, das sich den heutigen Umwelteinflüssen weitgehend schutzlos stellen muss. Daher ist es kein Wunder, wenn der Körper durch die Haut auf Medikamente reagiert. Als Auslöser für Akne medicamentosa kommen verschiedene Arzneimittel in Frage.

Welche Präparate fördern Akne medicamentosa?

Hauptsächlich reagiert die Haut auf Medikamente, die Cortison oder Lithium beinhalten. Auch Hormonpräparate wie die Antibabypille, Schlaf- und Beruhigungsmittel sind als Auslöser für Medikamenten-Akne bekannt. Weitere Akne auslösende Medikamente sind Antiepileptika, Chinin, Tetrazykline, Thyreostatika sowie Tuberkulostatika. Fast unbekannt ist die Tatsache, dass auch Anabolika als Auslöser für Medikamenten-Akne in Betracht kommen.

Vitamine sind gesund und werden vom Körper gebraucht. Kommt es zu einer Überdosierung der Vitamine B1, B6, B12 oder D2, kann diese Überdosierung Akne medicamentosa fördern.

Symptome

Die Symptome der Akne medicamentosa sind identisch mit den Anzeichen einer herkömmlichen Akne. Auch bei der Medikamenten-Akne kommt erweitern sich die Talgdrüsen. Mitesser, Pickel, Bläschen, Pusteln, aber auch schmerzhafte Knoten sind in der Regel ebenfalls vorhanden. Verschlimmert sich die Medikamenten-Akne können Abszesse oder eitrige Geschwüre auftreten.

Akne medicamentosa tritt hauptsächlich im Gesicht auf, betroffen sind in der Regel Stirn, Kinn und Wangen. Diese Akne-Form kann sich aber auch weiter auf den Körper ausbreiten. Die Anzeichen der Medikamenten-Akne finden sich auch am Rücken und der Brust; aber auch die Oberarme, hier meist die Streckseiten, können betroffen sein.

Therapie

Egal welche Form der Akne den Menschen befallen hat, der Besuch beim Hautarzt ist immer angeraten; bei der Akne medicamentosa ist dieser zwingend erforderlich. Bleibt diese Akne-Form unbehandelt, können sich die Entzündungen ausdehnen. Auch besteht das Risiko, dass sich Narben bilden.

In erster Linie wird der Hautarzt einen Allergietest durchführen, um den Wirkstoff des Medikaments ausfindig zu machen, welches für die Bildung der Medikamenten-Akne ursächlich ist. Sobald dieses gefunden ist, muss das Medikament durch ein anderes ersetzt werden. Die neue Verschreibung des Medikaments übernimmt der Arzt, der auch das erste Medikament verschrieben hat.

Meist klingen die Beschwerden sowie die Hautunreinheiten ab, sobald der Patient das ursächliche Medikament abgesetzt hat. Der Hautarzt wird, um die akuten Beschwerden wie Jucken, Brennen einzudämmen, Lotionen oder Cremes verschreiben, welche die Haut beruhigen.

Betroffene sollten darauf achten, dass sie vom Hautarzt einen Allergiepass erhalten. In diesem ist der Wirkstoff dokumentiert, der für die Akne medicamentosa ursächlich war.

 

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