Welche Symptome zeigen sich bei unterirdischen Pickeln?

Welche Symptome zeigen sich bei unterirdischen Pickeln?

Du fragst dich, welche Symptome sich bei unterirdischen Pickeln zeigen und wie du sie erkennst? Unterirdische Pickel, auch bekannt als Zysten oder Knoten, manifestieren sich oft anders als oberflächliche Hautunreinheiten und können schmerzhaft sein. Hier erfährst du die charakteristischen Anzeichen, um diese Hautprobleme effektiv zu identifizieren und richtig zu behandeln.

Das sind die beliebtesten Pickelcreme Produkte

Was sind unterirdische Pickel?

Unterirdische Pickel entstehen tief in der Haut und sind eine Form der Akne, die sich von den bekannteren Mitessern oder Pusteln unterscheidet. Anders als oberflächliche Pickel, deren Eiterköpfe sichtbar sind, befinden sich unterirdische Pickel unter der Hautoberfläche. Sie entstehen, wenn Talg, abgestorbene Hautzellen und Bakterien tief in den Haarfollikeln eingeschlossen werden. Dieser Prozess führt zu Entzündungen und kann das Wachstum eines schmerzhaften Knotens oder einer Zyste unter der Haut verursachen.

Typische Symptome von unterirdischen Pickeln

Die Symptome von unterirdischen Pickeln können variieren, aber es gibt einige charakteristische Merkmale, die dir helfen, sie von anderen Hautunreinheiten zu unterscheiden:

  • Tief sitzende Schwellung: Das auffälligste Merkmal ist eine spürbare Schwellung unter der Haut. Diese ist oft hart und fühlt sich wie ein kleiner Knoten oder eine Beule an.
  • Schmerzempfindlichkeit: Unterirdische Pickel sind in der Regel schmerzhaft, besonders bei Berührung. Der Schmerz kann dumpf oder stechend sein und durch den Entzündungsprozess hervorgerufen werden.
  • Kein sichtbarer Eiterkopf: Im Gegensatz zu vielen anderen Pickelarten haben unterirdische Pickel keinen offenen oder sichtbaren Eiterkopf an der Hautoberfläche. Die Haut darüber kann glatt erscheinen.
  • Rötung: Die Haut über dem unterirdischen Pickel ist oft gerötet, was auf die Entzündung im tieferen Hautgewebe hinweist. Die Rötung kann von leicht bis stark variieren.
  • Längere Heilungsdauer: Unterirdische Pickel brauchen oft länger, um abzuheilen als oberflächliche Pickel. Sie können über Tage oder sogar Wochen bestehen bleiben, bevor sie sich entweder von selbst entleeren oder abklingen.
  • Mögliche Entwicklung zu einer Zyste: Wenn die Entzündung stark ist und sich viel Sekret ansammelt, kann sich ein unterirdischer Pickel zu einer schmerzhaften Zyste entwickeln. Diese sind oft größer und noch tiefer gelegen.
  • Veränderungen der Hauttextur: Manchmal kann die Haut über einem unterirdischen Pickel fester oder straffer erscheinen als die umliegende Haut, da sich das entzündete Gewebe darunter befindet.

Wo treten unterirdische Pickel am häufigsten auf?

Unterirdische Pickel können prinzipiell überall dort auftreten, wo Talgdrüsen und Haarfollikel vorhanden sind. Bestimmte Körperbereiche sind jedoch anfälliger:

  • Gesicht: Besonders häufig im Kinnbereich, an der Kieferlinie, auf der Stirn und auf den Wangen.
  • Rücken und Brust: Diese Bereiche sind oft von Akne betroffen, und unterirdische Pickel sind hier keine Ausnahme.
  • Schultern und Nacken: Enge Kleidung oder Reibung kann hier die Entstehung begünstigen.
  • Gesäß: Insbesondere durch langes Sitzen oder das Tragen von nicht atmungsaktiver Kleidung.

Unterschiede zu anderen Hautunreinheiten

Es ist wichtig, unterirdische Pickel von anderen Hauterscheinungen zu unterscheiden, um die richtige Behandlung wählen zu können:

  • Oberflächliche Pickel (Pusteln und Papeln): Diese haben oft einen sichtbaren Eiterkopf oder sind kleine, rote, erhabene Knötchen. Sie sind in der Regel weniger schmerzhaft und heilen schneller ab.
  • Mitesser (Komedonen): Offene Mitesser (schwarze Punkte) und geschlossene Mitesser (weiße Punkte) sind nicht entzündet und enthalten keine Bakterien, die eine starke Entzündungsreaktion hervorrufen.
  • Furunkel: Ein Furunkel ist eine tiefere Entzündung eines Haarfollikels, die oft mit einem größeren, schmerzhafteren Eiterkopf einhergeht und meist durch Bakterien verursacht wird. Unterirdische Pickel sind oft ein Vorläufer oder eine mildere Form davon.
  • Zysten: Zysten sind flüssigkeitsgefüllte oder eitergefüllte Hohlräume unter der Haut, die meist tiefer liegen und größer sind als unterirdische Pickel. Sie sind oft sehr schmerzhaft und können Narben hinterlassen.

Vergleich von unterirdischen Pickeln und anderen Hautunreinheiten

Merkmal Unterirdischer Pickel Oberflächlicher Pickel (Pustel) Mitesser (Komedo) Zyste
Tiefe Tief in der Haut Oberflächlich Oberflächlich in der Follikelöffnung Sehr tief in der Haut
Sichtbarkeit Eiterkopf Nein Ja, sichtbar Nein (geschlossener Komedo), offen (offener Komedo) Nein
Schmerzhaftigkeit Hoch, bei Berührung schmerzhaft Mild bis moderat Selten schmerzhaft Sehr hoch, stark schmerzhaft
Größe Klein bis mittelgroß Klein Sehr klein Groß bis sehr groß
Entzündung Stark entzündet Moderat entzündet Nicht entzündet Sehr stark entzündet
Heilungsdauer Lang (Wochen) Kurz (Tage) Keine Heilung im eigentlichen Sinne, aber kann sich wandeln Sehr lang, kann Narben hinterlassen

Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung unterirdischer Pickel wird durch eine Kombination von Faktoren begünstigt:

  • Hormonelle Schwankungen: Insbesondere während der Pubertät, des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder bei hormonellen Erkrankungen können Talgdrüsen aktiver werden.
  • Genetische Veranlagung: Wenn Akne in deiner Familie häufig vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du auch unter unterirdischen Pickeln leidest.
  • Verstopfte Poren: Die Ansammlung von Talg und abgestorbenen Hautzellen bildet einen Pfropfen, der die Poren verstopft.
  • Bakterien: Das Bakterium Propionibacterium acnes (P. acnes) spielt eine wichtige Rolle bei der Entzündung.
  • Falsche Hautpflege: Die Verwendung von komedogenen (porenverstopfenden) Kosmetikprodukten, zu aggressive Reinigung oder übermäßiges Waschen kann die Hautbarriere stören.
  • Ernährung: Studien deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit hohem glykämischen Index oder viel Milchprodukten Akne verschlimmern kann.
  • Stress: Stresshormone wie Cortisol können die Talgproduktion erhöhen und Entzündungen fördern.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Kortikosteroide oder Lithium, können Akne auslösen oder verschlimmern.

Wann du einen Arzt aufsuchen solltest

Obwohl viele unterirdische Pickel mit den richtigen Pflegemaßnahmen zu Hause behandelt werden können, gibt es Situationen, in denen du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltest:

  • Starke Schmerzen: Wenn die Pickel extrem schmerzhaft sind und deine Lebensqualität beeinträchtigen.
  • Häufiges Wiederauftreten: Wenn du regelmäßig von schweren unterirdischen Pickeln geplagt wirst.
  • Anzeichen einer Infektion: Wenn die Rötung stark zunimmt, Wärme entwickelt wird, Eiter austritt oder du Fieber bekommst, könnte eine Infektion vorliegen.
  • Narbenbildung: Wenn du bemerkst, dass die Pickel deutliche Narben hinterlassen.
  • Keine Besserung: Wenn du verschiedene Behandlungen ausprobiert hast, aber keine Verbesserung eintritt.

Ein Dermatologe kann dir verschreibungspflichtige Medikamente, wie topische oder orale Antibiotika, Retinoide oder Isotretinoin, verschreiben und dir professionelle Behandlungsmethoden wie die Injektion von Kortikosteroiden anbieten, um Entzündungen schnell zu reduzieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu unterirdischen Pickeln

Was ist der Hauptunterschied zwischen einem unterirdischen Pickel und einem normalen Pickel?

Der Hauptunterschied liegt in der Tiefe und Sichtbarkeit. Unterirdische Pickel sind tief in der Haut, schmerzhaft und haben keinen sichtbaren Eiterkopf. Normale Pickel (Pusteln) sind oberflächlicher und zeigen oft einen weißen oder gelblichen Eiterkopf.

Kann ich einen unterirdischen Pickel ausdrücken?

Es wird dringend davon abgeraten, unterirdische Pickel auszudrücken. Da sie tief liegen, kann der Versuch, sie auszudrücken, die Entzündung verschlimmern, die Bakterien tiefer eindrücken und zu stärkeren Entzündungen, Infektionen und Narbenbildung führen.

Wie lange dauert es, bis ein unterirdischer Pickel von selbst abheilt?

Die Heilungsdauer kann variieren, liegt aber oft zwischen einer bis mehreren Wochen. Manche Pickel bilden sich langsam zurück, während andere sich erst entleeren und dann abheilen. Geduld und richtige Pflege sind hier entscheidend.

Welche Inhaltsstoffe in Hautpflegeprodukten helfen bei unterirdischen Pickeln?

Inhaltsstoffe wie Salicylsäure (BHA) können helfen, die Poren von innen zu reinigen und Entzündungen zu reduzieren. Auch Teebaumöl hat entzündungshemmende Eigenschaften. Beruhigende Inhaltsstoffe wie Niacinamid oder Hyaluronsäure unterstützen die Hautregeneration und reduzieren Rötungen.

Kann Stress unterirdische Pickel verursachen oder verschlimmern?

Ja, Stress kann unterirdische Pickel verschlimmern. Stresshormone wie Cortisol können die Talgproduktion erhöhen und Entzündungen im Körper fördern, was wiederum Akne begünstigen kann.

Was sind die Anzeichen dafür, dass sich ein unterirdischer Pickel entzündet hat?

Anzeichen einer stärkeren Entzündung sind zunehmende Rötung und Schwellung, erhöhte Schmerzempfindlichkeit, Wärmegefühl über der betroffenen Stelle und möglicherweise die Bildung von Eiter.

Gibt es Hausmittel, die bei unterirdischen Pickeln helfen können?

Sanfte Hausmittel wie kalte Kompressen können helfen, Schwellungen und Schmerzen zu lindern. Auch eine warme Kompresse kann manchmal dazu beitragen, dass der Pickel schneller an die Oberfläche kommt und sich entleert. Die Anwendung von Teebaumöl (verdünnt) kann entzündungshemmend wirken. Aggressive Mittel oder das Ausdrücken sollten vermieden werden.

Bewertung: 4.9 / 5. 467